Arbeitskreis "Leben in der Region"

Bericht vom Arbeitskreis „Leben in der Region“ 1994 – 2000

Vorbemerkung: Initiiert wurde der Ak Leben in der Region von Gerhard Linhard im Zuge der Erstellung des „Kleinregionalen Entwicklungsprogrammes“ für die Region Kampstauseen – Gföhlerwald und er arbeitete in der ersten Phase im Arbeitskreis mit. Grundsätze zur Arbeitsweise im AK Leben: Wir setzten uns zunächst mit der Arbeitsweise regionaler Entwicklungsarbeit auseinander und ich berichtete über die langjährigen Erfahrungen mit dem Konzept der „Eigenständigen Regionalentwicklung“ an dessen Grundsätzen wir uns orientieren, wie z. B.

  • Verstärkte Mitarbeit der Bevölkerung an der Lösung regionaler Probleme: Ideen sammeln, Prioritäten setzen, Mitarbeit bei der Umsetzung u.a.m.
  • Überparteiliche Zusammenarbeit: Unabhängig von der Parteizugehörigkeit arbeiten BürgerInnen an sach- und zukunftsorientierten Anliegen der Region zusammen
  • Ganzheitliche Sichtweise der Regionalarbeit: Trotz gewisser inhaltlicher Schwerpunktsetzung in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales ist der Blick auf alle Lebensbereiche der Region gerichtet. Es gibt auch Querverbindungen zu den anderen Arbeitskreisen bei Projekten, wie z. B. bei den Winnetou-Spielen, die sowohl eine kulturelle, eine touristische als auch wirtschaftliche Bedeutung haben u.a.m.

Ziele des AK Leben:

  • Gemeindeübergreifender Informations- und Erfahrungsaustausch
  • Ideenfindung für innovative Veranstaltungen in den Bereichen Bildung, Kultur und Gesundheit
  • Unterstützung von Aktivitäten durch Information und Werbung in allen Gemeinden der Region durch AK-MitarbeiterInnen

Aktivitäten des AK Leben:

Um die Zusammenarbeit im Bereich der Bildungs- und Kulturarbeit anzuregen und zu verstärken, setzte der Arbeitskreis folgende Aktivitäten:

  • Regionsblatt: Zur Verbesserung der Information über Veranstaltungen in der Region initiierte der AK Leben das Regionsblatt. Die Herausgabe übernahm ein Redaktionsteam bestehend aus Helga Gerstl und Gerhard Marchsteiner, die seither als selbständige Arbeitsgruppe tätig sind. Sie sammeln Informationen, ersuchen um Beiträge und geben vierteljährlich das Regionsblatt heraus. Es beeinhaltet die veschiedenen Aktivitäten und Projekte der Gemeinden und der Arbeitsgruppen und die aktuellen Veranstaltungen. Die Vervielfältigung erfolgt durch die Stadtgemeinde Gföhl, die Verteilung übernehmen alle sieben Gemeindeämter. Das Regionsblatt erfüllt durch die regelmäßige Informationsarbeit eine ganz wichtige Funktion für die regionale Entwicklungsarbeit.
  • Diskussionsforum: Der AK Leben bietet ein Diskusionsforum für kulturelle und soziale Anliegen in der Region. Zusätzlich zum Erfahrungsaustausch setzten wir Impulse durch Experten von außen, die zu diversen Themen referierten wie z.B.: „Von der Quelle bis zur Mündung – die Naturschönheiten des Kamptales – Sanfte touristische Nutzung“ mit dem Referenten DI Werner Gamerith. Weites referierte Bgm. Karl Sighartsleitner aus Steinakirchen bei Steyr über „Strategien und Beispiele für innovative Regionalentwicklung“. Als besonderer inhaltlicher Schwerpunkt kristallisierte sich sehr bald das Thema Gesundheit heraus. Als Auftakt dazu veranstaltete der AK Leben gemeinsam mit dem Bildungszentrum Gföhl und der Gemeinde Lichtenau am 7. Mai 1995 eine Diskussion zum Thema „Kränkung und Krankheit“ mit Dr. Georg Wögerbauer als Referent. In der Folge konstituierte sich eine Arbeitsgruppe Gesunde Gemeinde in St. Leonhard und etwas später in der Gemeinde Lichtenau mit jeweils sehr vielen Aktivitäten: Vorträge, Seminare, Gesundheitstage, Trainingsgruppen u.a.m. Inzwischen sind auch die Gemeinden Rastenfeld, Krumau und Gföhl der „Gesunden Gemeinde“ beigetreten. Die Initiative der „Gesunden Gemeinde“ ging vom AK Leben aus, entwickelte sich aber bald selbstorganisiert in den einzelnen Gemeinden mit Unterstützung von Walburga Steiner, Regionalbetreuerin des Gesundheitsforums NÖ.
  • Ideelle Unterstützung der Winnetou-Spiele: Im Frühjahr 1995 ergriff ich die Initiative zur Neubegründung der Winnetou-Spiele Gföhl. Es ging vor allem um die Gründung einer Trägerorganisation, die Errichtung eines Bestandsvertrages, die Ablöse der künstlerischen Rechte vom vorherigen Betreiber und um Konzeption und Umsetzung des organisatorischen und künstlerische Konzeptes. MitarbeiterInnen im AK Leben stärkten mich in der Motivation für dieses umfassende Vorhaben und unterstützten die Winnetou-Spiele nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten bei der Werbung. Die meisten Gemeinden leisten einen finanziellen Beitrag, indem sie jährlich ein Inserat schalten. Die organisatorische Arbeit erfolgt in den Trägervereinen und im Managementbüro. Mit ca. 17.000 Besuchern jährlich haben die Winnetou-Spiele eine große Bedeutung für die kulturelle und wirtschaftliche Belebung der Region. 

Weitere Aktivitäten des AK Leben waren:

  • Die Erfassung der KünstlerInnen und Musikgruppen in der Region zur allgemeinen Information und als Anregung einer verstärkten Zusammenarbeit
  • Veranstaltungen von zwei Exkursionen für das Wiener Seniorenzentrum im Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) in die Region Kampstauseen Gföhlerwald: Heimatmuseum, Flachsverarbeitung, Heurigenbesuch, Adventmärkte u.a.
  • Eine Postkarte für das Bauernhofmuseum von ÖR Prof. Franz Fux. Der AK Leben und das Bildungszentrum übernahmen die Konzeption sowie die Produktionskosten. Die Postkarte ist ein wichtiger Werbeträger für das Museum.
  • Zusammenarbeit von AK Leben und Bildungszentrum: Das BZ organisiert jährlich zwei Semesterprogramme in den Bereichen Gesundheit, Sprachen, EDV, Kreatives, Kindertheater u.a.m. Es gab immer wieder Kooperationen bei Veranstaltungen zwischen BZ und AK Leben, weil beide das gleiche Einzugsgebiet haben!

Zusammenfassung:

Durch die Entwicklungsarbeit des „Arbeitskreis Leben in der Region“ sind nachhaltige Initiativen und Aktivitäten entstanden, die in der Folge selbstorganisiert weiterentwickelt und weitergeführt wurden. Insofern hatte der AK Leben eine "Hebammenfunktion“ für regionale Impulse. Beispiele dafür sind: Die Arbeitsgruppe Regionsblatt, Gesunde Gemeinden, Veranstaltungsreihen, Erfahrungsaustausch u.a.m. Auf diese Erfolge kann die gesamte Region, vor allem aber alle an Initiativen Beteiligten stolz sein. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die im Arbeitskreis mitgearbeitet haben sowie bei den Verantwortlichen der Regionsgemeinden. Aus Zeitmangel lege ich meine Funktion als Arbeitskreisleiter zurück und ein Dreierteam, bestehend aus Walburger Steiner aus St. Leonhard / Hw, Kurt Nausch aus Garmanns und Eveline Hiblinger aus Neupölla setzt diese Arbeit fort. Ich wünsche der neuen Leitung alles Gute und viel Erfolg!
 
 

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